Höchste Zeit, um ein persönliches Gespräch miteinander zu führen. Wir empfehlen uns hierfür als die erfahrenste Restrukturierungs- und Turnaround-Beratung in Deutschland, die sowohl bei Finanzierern wie Juristen und potentiellen Investoren einen hervorragenden Ruf als unabhängiger und fachkundiger Experte genießt. Unsere Erfolgsquote: In 95% der Fälle wurde mit unserer Hilfe der Liquiditätsbedarf unserer Klienten gedeckt. Sprechen Sie uns an, wir wissen, was zu tun ist. Doch zuvor empfehlen wir Ihnen unseren IDW S6/BGH-Leitfaden zur besseren Orientierung.

1.

Warum verlangt Ihre Bank ein Sanierungsgutachten von Ihnen?

Ein Sanierungsgutachten soll Ihren Finanzierungspartnern aufzeigen, ob und wie Ihr Unternehmen langfristig am Markt bestehen kann – es geht also um die Wettbewerbs- und Renditefähigkeit Ihres Unternehmens. Damit schafft ein Sanierungsgutachten die Grundlage für die Vergabe von Krediten auch in Verlustsituationen. Für Ihre Finanzierungspartner ist die plausible und transparente Darstellung der zukünftigen Ertrags- und Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens eine unverzichtbare Notwendigkeit für die Kreditvergabe in einer angespannten Ergebnis- oder Liquiditätssituation. Ein in der Krise befindliches Unternehmen wird ohne Sanierungsgutachten eines unabhängigen Beraters deshalb kaum eine weitere Finanzierung erhalten.

2.

Was bedeutet IDW S6 Standard?

Das Institut der Wirtschaftsprüfer e.V. (IDW) hat die Mindestanforderungen an ein Sanierungsgutachten im IDW S6 Standard zusammengefasst. Diese Anforderungen können sowohl von Wirtschaftsprüfern als auch von Finanzierern als Grundlage für ein Sanierungsgutachten herangezogen werden, um einheitliche Mindeststandards zu gewährleisten und gleichzeitig den Anforderungen der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs an die Qualität von Sanierungsgutachten zu genügen.
Daher fordern externe Finanzierungspartner häufig die Vorlage eines Gutachtens nach dem IDW S6 Standard, wenn ein Sanierungsgutachten notwendig wird. Ein derartiges Sanierungsgutachten enthält in seinem ersten Teil Aussagen über die wesentlichen Unternehmensdaten, Ursachen- und Wirkungszusammenhänge sowie rechtliche und ökonomische Einflussfaktoren. Es beschreibt sodann auf der Grundlage einer systematischen Lagebeurteilung die im Hinblick auf das Leitbild des sanierten Unternehmens zu ergreifenden Maßnahmen. Gleichzeitig quantifiziert es deren Auswirkungen im Rahmen einer integrierten Liquiditäts-, Ertrags- und Vermögensplanung.
Das Konzept muss in zweierlei Hinsicht plausibel und realisierbar sein: Erstens müssen die vorgesehenen Beiträge der von ihm betroffenen Interessengruppen – wie vor allem der Gesellschafter, der Kreditgeber, des Managements und der Arbeitnehmer – durchsetzbar sein. Und zweitens muss das operative und strategische Restrukturierungskonzept umsetzbar sein.

3.

Welche wesentlichen Inhalte für ein Sanierungsgutachten fordert der IDW-Standard?

  • Die Analyse der Unternehmenslage
  • Die Feststellung des Krisenstadiums
  • Die Analyse der Krisenursachen
  • Aussagen zur Unternehmensfortführung
  • Ein Leitbild des sanierten Unternehmens, an dem sich die Neuausrichtung orientiert
  • Maßnahmen zur Bewältigung der Unternehmenskrise
  • Eine fundierte Aussage zur Sanierungsfähigkeit des Unternehmens

Wichtig: die Anforderungen des IDW-Standards sind unter Beachtung des jeweiligen Einzelfalls anzuwenden. Das bedeutet: Auch bei kleineren Unternehmen sind grundsätzlich alle Kernbestandteile eines Sanierungsgutachtens zu bearbeiten. Umfang, Detailtiefe und Berichterstattung können jedoch an die geringere Komplexität des Unternehmens angepasst werden.

4.

Wann gilt Ihr Unternehmen als sanierungsfähig gemäß IDW-Standard?

Wichtig: Gemäß Entwurf vom 8.9.2017 zur Aktualisierung des IDW S6 umfasst die Renditefähigkeit auch die Erfordernis einer bilanziellen Eigenkapitalausstattung auf Branchenniveau. Ein Unternehmen gilt als nachhaltig sanierungsfähig, wenn die folgenden drei Kriterien erfüllt sind:

1. Fortführungsfähigkeit

  • Der Fortführung des Unternehmens stehen keine rechtlichen oder tatsächlichen Gegebenheiten entgegen, insbesondere treten im Prognosezeitraum keine Insolvenzgründe ein (Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung). Hierfür genügt in der Regel, dass der Finanzierungsbedarf im laufenden und im kommenden Geschäftsjahr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gedeckt werden kann.

2. Renditefähigkeit

  • Mittelfristig wird eine branchenübliche Rendite sowie ein branchenübliche Eigenkapitalausstattung erreicht.
  • Das Unternehmen ist in der Lage, seine Zins- und Tilgungszahlungen zu leisten.
  • Das Unternehmen wird für Kapitalgeber wieder attraktiv.

3. Wettbewerbsfähigkeit

  • Das Unternehmen wird seine Wettbewerbsfähigkeit auf allen relevanten Märkten erhalten oder erlangen.
  • Es besitzt langfristig eine gefestigte Marktposition.
5.

Welche Mindestanforderungen stellt der BGH an ein Sanierungsgutachten?

Wichtig: Die vom BGH beschriebenen Anforderungen sind im IDW S6 betriebswirtschaftlich konkretisiert. Es gilt jedoch immer die BGH Rechtsprechung, da der IDW nur ein Verbandsrecht abdeckt.

  1. Sowohl für die Frage der Erkennbarkeit der Ausgangslage als auch für die Prognose der Durchführbarkeit ist auf die Beurteilung eines unvoreingenommenen (nicht notwendigerweise unbeteiligten), branchenkundigen Fachmanns abzustellen, dem die vorgeschriebenen oder üblichen Buchhaltungunterlagen vorlagen.(BGH, Urt. v. 04.12.1997, Az.: IX ZR 47/97)
  2. Das Sanierungsgutachten enthält eine Analyse der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens im Rahmen seiner Wirtschaftsbranche und erfasst die wesentlichen Krisenursachen.(BGH, Urt. v. 04.12.1997, Az.: IX ZR 47/97)
  3. Das Sanierungsgutachten beurteilt die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Unternehmens zutreffend.(BGH, Urt. v. 04.12.1997, Az.: IX ZR 47/97)
  4. Das Unternehmen ist nach der pflichtgemäßen Einschätzung eines objektiven Dritten objektiv sanierungsfähig. Die für die Sanierung in Angriff genommenen Maßnahmen sind geeignet, die Gesellschaft in überschaubarer Zeit durchgreifend zu sanieren.(BGH, Urt. v. 21.11.2005, Az.: II ZR 277/03)
  5. Die geplanten Sanierungsmaßnahmen sind in Anfängen schon in die Tat umgesetzt, d. h. die Sanierungsaktivitäten wurden sachgerecht eingeleitet.(BGH, Urt. v. 12.11.1992, Az.: IX ZR 236/91)
6.

Worauf kommt es bei der Wahl eines Sanierungsberaters und -umsetzers an?

Zuallererst: Darauf, dass Sie ihm vertrauen können! Doch woher wissen Sie, ob Sie ihm vertrauen können? Ein gutes Indiz: Ihr Berater ist bereits sehr lange und erfolgreich im Markt aktiv. Zweites Kriterium: Er nimmt Ihre Aufgabe wichtiger als sich selbst. Drittens: Er achtet bei all seinen Empfehlungen darauf, dass sie schnell und wirksam umgesetzt werden können!

Außerdem: Ihr Management-Berater sollte Ihre Situation realistisch und weder zu pessimistisch noch zu optimistisch einschätzen und gemeinsam mit Ihnen die notwendigen Turnaround-Maßnahmen umsetzen können.

Schließlich: „Transparenz, Wirksamkeit und Nachhaltigkeit“ sollte der Dreiklang lauten, der die Arbeit auf Ihrem Projekt maßgeblich bestimmt. In diesem Sinne: Struktur Management Partner – so lautet der Dreiklang, der all diese Kriterien zusammen erfüllt! Dies bestätigt auch eine soeben erschienene wissenschaftliche Studie der SRH Hochschule Heidelberg sowie die fünfmal in Folge erreichte Auszeichnung durch das Wirtschaftsmagazin Brandeins. Nehmen Sie uns beim Wort!

Ihr Ansprechpartner für Sanierungsgutachten:

Dietmar Buchfink
Managing Partner
Techn. Dipl.-Kaufmann
E-Mail an Dietmar Buchfink
T +49 (0)221 91 27 30 - 68

Ihr Ansprechpartner für Sanierungsgutachten:

Marc-René Faerber
Managing Partner
Dipl.-Wi.-Ing., EMCCC (Insead)
E-Mail an Marc-René Faerber
T +49 (0)221 91 27 30 - 57

Ihr Ansprechpartner für Sanierungsgutachten:

Konrad Fröhlich
Managing Partner
Rechtsanwalt
E-Mail an Konrad Fröhlich
T +49 (0)221 91 27 30 - 32

Ihr Ansprechpartner für Sanierungsgutachten:

Georgiy Michailov
Managing Partner
Dipl.-Volkswirt, B.M. (TSUoE)
E-Mail an Georgiy Michailov
T +49 (0)221 91 27 30 - 15

Ihr Ansprechpartner für Sanierungsgutachten:

Monika Dussen
Partner
Dipl.-Wirtschaftsingenieur
E-Mail an Monika Dussen
T +49 (0)221 91 27 30 - 68

Ihr Ansprechpartner für Sanierungsgutachten:

Dr. Hans-Joachim Grabow
Partner
Dipl.-Kaufmann, MSc, EMCCC (Insead)
E-Mail an Dr. Hans-Joachim Grabow
T +49 (0)221 91 27 30 - 70

Ihr Ansprechpartner für Sanierungsgutachten:

Jessica Hirsch
Partner
Dipl.-Betriebswirtin
E-Mail an Jessica Hirsch
T +49 (0)221 91 27 30 - 68

Ihr Ansprechpartner für Sanierungsgutachten:

Heinrich Judt
Partner
Dipl.-Kaufmann
E-Mail an Heinrich Judt
T +49 (0)221 91 27 30 - 68

Ihr Ansprechpartner für Sanierungsgutachten:

Benjamin Klenk
Partner
Dipl.-Wirtsch.-Ing.
E-Mail an Benjamin Klenk
T +49 (0)221 91 27 30 - 70

Ihr Ansprechpartner für Sanierungsgutachten:

Felix Schwabedal
Partner
Dipl.-Volkswirt
E-Mail an Felix Schwabedal
T +49 (0)221 91 27 30 - 32

Ihr Ansprechpartner für Sanierungsgutachten:

Tobias Seybold
Partner
Dipl.-Wirtschaftsingenieur
E-Mail an Tobias Seybold
T +49 (0)221 91 27 30 - 70

Ihr Ansprechpartner für Sanierungsgutachten:

David Südi
Partner
Dipl.-Volkswirt
E-Mail an David Südi
T +49 (0)221 91 27 30 - 68

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